Für uns als Gemeinde war es wichtig, diesen Weg des Erinnerns bewusst mitzugehen.
Am 7. November wirkten wir bei der Andacht „Zeit zum Innehalten – Musik und Texte“ in der St.-Petri-und-Pauli-Kirche mit. Die eindrücklichen Texte über jüdisches Leben während der Verfolgung und die Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy öffneten einen Raum der Stille und des Mitgefühls. Besonders freuen wir uns über den Beitrag unserer Geschwister: Dieter Gontarski sang im Chor, Steffi Grube wirkte gesanglich mit und leitete bei mehreren Stücken den Chor. Ihr Engagement machte spürbar, wie Musik, Gedenken und christliche Hoffnung einander berühren.
Am Sonntag, den 9. November, nahmen viele Gemeindemitglieder gemeinsam mit Gläubigen anderer Kirchen am Gedenkrundgang zu den Stolpersteinen teil. An jeder Station erinnerten Namen, Texte und Gebete an Menschen aus unserer Nachbarschaft, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Zum Abschluss fanden wir uns in der katholischen Kirche St. Marien zu einem gemeinsamen Gebet zusammen – ein Moment tiefer Verbundenheit und Dankbarkeit.
Der gemeinsame Weg zeigte eindrucksvoll: Erinnerung ist nicht nur ein Blick in die Vergangenheit, sondern ein Auftrag für die Gegenwart und Zukunft.
Als Christinnen und Christen sind wir dazu berufen, für Frieden, Menschenwürde und Versöhnung einzutreten. Die Wochen des Gedenkens erinnern uns daran, dass Gottes Licht stärker ist als jede Form von Dunkelheit – und dass jede Gemeinschaft, die erinnert, ein Zeichen der Hoffnung setzt.
„Lernt Gutes zu tun! Sucht das Recht, helft den Unterdrückten, schafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen!“ (Jesaja 1,17)
Neuapostolische Kirche